Bauphysikalische Nachweise

Alle Anforderungen an Wärme-, Schall- und Brandschutz werden in der Planung kontinuierlich berücksichtigt, da Sie in unmittelbarem Zusammenhang mit der tragenden Konstruktion stehen.

Diese Anforderungen betreffend, erstellen wir Ihnen die notwendigen Nachweise für Bestandsgebäude und Neubauten.


Nachweis nach DIN 18599

Die DIN – Normenreihe DIN V 18599 befasst sich mit der Berechnung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfs für Heizung, Kühlung, Lüftung, Trinkwarmwasser und Beleuchtung.


Wärmeschutz

Der Wärmeschutz befasst sich mit den Wärmeverlusten, die durch Bauteile hervorgerufen werden, die den beheizten Teil eines Gebäudes gegen den unbeheizten Teil bzw. die Außenluft abgrenzen. Dabei wird beispielsweise auf die Dichtheit der Fenster und Türen, die Dämmstoffdicken- und Qualitäten der Dachkonstruktion geachtet.

Die Berechnung des Wärmeschutznachweises, den wir für unsere Kunden durchführen, geschieht auf Grundlage der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Die Arbeiten beinhalten das objektbezogene Optimieren der Wärmedämmstoffe und der Dämmdicken. Mit dabei ist die Berücksichtigung des sommerlichen Wärmeschutzes und letzlich die Untersuchung kritischer Teile hin auf Tauwasserbildung.


Sommerlicher Wärmeschutz

Der Überhitzung von Räumen vorzubeugen ist das wesentliche Ziel des sommerlichen Wärmeschutzes. Dabei geht es darum, ein behagliches Innenraumklima während der Sommermonate sicherzustellen und gleichzeitig den Energieverbrauch für die Kühlung möglichst gering zu halten.

Der Nachweis zum sommerlichen Wärmeschutz ist in der EnEV geregelt und für neu zu errichtende Wohngebäude und Nichtwohngebäude verpflichtend.

Die DIN 4108-2 Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz legt Grenzwerte fest, die im Nachweisverfahren eingehalten werden müssen. Folgende Faktoren beeinflussen das sommerliche Wärmeverhalten von Gebäuden:

  • Standort (nach DIN 4108 Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden ist Deutschland in die Klimaregionen A, B und C eingeteilt)
  • Ausrichtung des Gebäudes nach Himmelsrichtungen
  • Leicht- Mittel oder Massivbauweise: Bauweise und eingesetzte Materialien beeinflussen die Temperaturleitfähigkeit und Wärmespeicherfähigkeit der Konstruktion
  • Sonnenschutz und Verglasung: Art der Verglasung und Wirksamkeit des eingesetzten Sonnenschutzes als entscheidende Parameter
  • Lüftung und richtiges Nutzerverhalten: Schließen und Verschatten der Fenster an heißen Sommertagen, Lüftung der Räume während der kühlen Nachtstunden

Schallschutz Außenlärm (DIN 4109)

Der Schallschutz in Gebäuden hat große Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen. Besonders wichtig ist der Schallschutz im Wohnungsbau, da die Wohnung dem Menschen sowohl zur Entspannung und zum Ausruhen dient und daher den eigenen häuslichen Bereich gegenüber dem Nachbarn und Umweltlärm abschirmen soll.

Wir erstellen für Sie Schallschutznachweise. Dabei werden alle Schall relevanten Bauteile wie z.B. Wohnungstrennwände und Wohnungstrenndecken, Haustrennwände, Bauteile zwischen fremden Arbeitsräumen bestimmt und berechnet. Für den Nachweis werden die Anforderungen an Luftschall- und Trittschalldämmung und den Schutz gegen Außenlärm berücksichtigt.


Brandschutz (DIN 4102, Bauordnungen)

Bei der Planung der tragenden Konstruktion müssen die festgelegten Anforderungen für den Brandschutz durch den Konstrukteur erfüllt werden. Der Brandschutznachweis gibt darüber Auskunft.


Feuchteschutz

Jedes Gebäude ist Feuchtigkeit ausgesetzt, mal von innen durch Tauwasser, mal von außen durch einfachen Regen. Für den Schutz von Bauwerken gegen Feuchtigkeit werden folgende vier Beanspruchungsarten unterschieden:

  • Tauwasserbildung im Inneren von Bauteilen
  • Tauwasserbildung auf Bauteiloberflächen
  • Schlagregenbeanspruchung
  • Spritzwasserbeanspruchung

Anforderungen, Nachweise und Empfehlungen, die diesen Feuchteschutz von Bauteilen betreffen, sind in DIN 4108 Wärmeschutz und Energie-Einsparung von Gebäuden formuliert. Bauwerksabdichtungen werden in DIN 18195 Bauwerksabdichtungen behandelt.


Energieausweis

Mit der neuesten Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) vom 26.07.2007 tritt eine Regelung in Kraft, die Bauherren und Hausbesitzer in bestimmten Fällen verpflichtet, einen Energieausweis zu ihrem Gebäude zu besitzen. Das Dokument gibt grob gesagt an, wie sparsam das Haus mit Energiezufuhr umgeht. In den folgenden Fällen benötigen Sie den Energieausweis:

  • Sie errichten, ändern oder erweitern ein Gebäude
  • besitzen ein Wohngebäude, das Sie vermieten
  • Sie bieten ein Haus zum Verkauf an

Das heißt, dass im Prinzip nur Bürger, die ihr Haus selbst bewohnen und dazu keine Veränderungen daran vornehmen sich in nächster Zeit nicht mit dem Thema Energiepass beschäftigen müssen. In allen anderen Fällen sorgen wir dafür, dass die Erstellung des Dokuments reibungslos und schnell von statten geht.